Modulfinder für Weiterbildungen im Gesundheitswesen

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Bildungsangebot

CAS Clinical Assessment and Decision Making

Anbieter

Berner Fachhochschule

Format

CAS

Kurzbeschreibung

Das Clinical Assessment beinhaltet das systematische Erheben einer Anamnese und die körperliche Untersuchung. Die erhobenen Befunde bilden die Basis für eine klinische Einschätzung der Patientin und des Patienten.

Das Clinical Decision Making ist die Interpretation der erhobenen Befunde, mit dem Ziel einer klinischen Einschätzung der Patientin und des Patienten. Durch diese neu erworbenen Kompetenzen können Sie als Gesundheitsfachperson in der Betreuung Ihrer Patientinnen und Patienten klare, gut begründete Prioritäten setzen und situationsgerechte Entscheidungen treffen.

Der CAS-Studiengang besteht aus den beiden Fachkursen «Clinical Assessment» und «Clinical Decision Making»:

  • Im Fachkurs «Clinical Assessment» erlernen Sie für alle relevanten Körpersysteme die grundlegenden Methoden des Clinical Assessment (Anamneseerhebung, Inspektion, Palpation, Perkussion und Auskultation) sowie die physiologischen und pathologischen Befunde.
  • Im Fachkurs «Clinical Decision Making» üben Sie aufbauend auf Leitsymptomen und fokussierter Befunderhebung anhand konkreter Beispiele das differentialdiagnostische Denken.

Inhalte

Grundlagen

Die Methoden des Clinical Assessments und des daraus resultierenden Clinical Decision Making basieren auf grundlegenden Kenntnissen der Anatomie, Physiologie und Pathophysiologie der relevanten Körpersysteme. Aus der Kenntnis der normalen Funktion und den Störungsmöglichkeiten mit ihren Äusserungen als Symptome und Zeichen können im Prozess der Untersuchung und der Entscheidungsfindung Rückschlüsse auf mögliche Ursachen gezogen werden. Bei den zugelassenen Berufsgruppen ist in unterschiedlichem Ausmass bereits viel Vorwissen vorhanden. Der Aufbau der notwendigen Kenntnisse erfolgt aus diesem Grund mehrheitlich im Selbststudium, da der notwendige Lernbedarf je nach Vorbildung stark variieren kann.

Anamnese und Untersuchung

Die Anamnese ist die Grundlage zur Definition eines Leitsymptoms. Durch die Differenzierung desselben werden erste Hypothesen formuliert, welche die Grundlage der körperlichen Untersuchung bilden. Die Anamnese ist Teil einer klinischen Untersuchung und wird durch die objektiven Daten der körperlichen Untersuchung ergänzt. Je besser die Untersuchungsmethoden beherrscht werden, desto valider ist der daraus erhobene Befund. Im Unterricht wird deshalb grossen Wert auf die Vermittlung von strukturierter und standardisierter Untersuchungstechniken gelegt. Die Grundlage dafür bietet die empfohlene, aktuelle Fachliteratur.

Da die Unterrichtsequenz zur Gewinnung der notwendigen Sicherheit nicht genügt, müssen die einzelnen Techniken sowohl im Selbststudium, am besten in kleineren Lerngruppen, als auch in der Praxis geübt werden. Als Teilnehmende sollten Sie die verschiedenen Techniken möglichst bald bei Ihren Patientinnen und Patienten laufend einsetzen.

Klinisches Entscheiden: Arbeitshypothesen und Differentialdiagnostik

Ziel der Anamnese und der körperlichen Untersuchung ist eine Arbeitsdiagnose oder -hypothese unter Berücksichtigung der relevanten Differentialdiagnosen, von pathophysiologischen Mustern und Pflegediagnosen. Ohne diese Analyse bleibt das Clinical Assessment eine Kunst ohne praktische Relevanz. Die Möglichkeiten differentialdiagnostischen Denkens und Lösungsansätze für möglichst praxistaugliche Entscheidungsalgorithmen bilden den Kern des zweiten Moduls. Als Absolventin und Absolvent sind Sie in der Lage, bei wichtigen Störungsbildern zu entscheiden, ob und wie dringlich eine Patientin oder ein Patient einer ärztlichen Behandlung zugewiesen werden soll. Die adäquate Dokumentation und Übergabe ermöglichen ein optimales Zusammenspiel zwischen den verschiedenen Diensten. Die fachsprachliche Kommunikation der Befunde ist deshalb Teil der Ausbildung. Es ist nicht Ziel dieses CAS-Studiengangs, Behandlungsstrategien für verschiedene Erkrankungen vertieft zu erörtern.

Lernziele

  • Sie sind in der Lage, eine ausführliche Anamnese aufzunehmen, können Leitsymptome definieren und eine zielgerichtete körperliche Untersuchung der relevanten Körpersysteme durchführen und angemessen dokumentieren.
  • Sie verstehen die Mechanismen der Untersuchungsmethoden und können deren Zuverlässigkeit beurteilen.
  • Sie verstehen die Grundprinzipien differentialdiagnostischen Denkens und können mit den erhobenen Befunden relevante Hypothesen erstellen.
  • Sie verfügen über vertiefte Kenntnisse in der Pathophysiologie wichtiger Gesundheitsstörungen.
  • Sie können die erhobenen Befunde patientengerecht und in Fachsprache kommunizieren.
  • Sie sind fähig, den Gesundheitszustand der Patientinnen und Patienten aufgrund der Untersuchungsergebnisse zu analysieren und die Notwendigkeit weiterer Abklärungen abzuschätzen.
  • Sie können in Notfällen klare Prioritäten setzen und sind in der Lage, weitere Schritte einzuleiten.

Zielgruppe

  • ​​​​​​Pflegefachpersonen
  • Hebammen
  • Physiotherapeutinnen, Physiotherapeuten
  • Ergotherapeutinnen, Ergotherapeuten
  • Rettungssanitäterinnen, Rettungssanitäter
  • Weitere, im Gesundheitssystem tätige Fachpersonen, auf Anfrage.

Voraussetzungen formal (Qualifikationen)

Als Studierende in der Weiterbildung bringen Sie gewisse Voraussetzungen mit. Die ausführlichen Zulassungsbedingungen finden Sie auf der Website der BFH.

Lernstunden

300 Lernstunden

Gliederung

10 ECTS-Credits

Kosten

CHF 5'200.—

Ort

Berner Fachhochschule Gesundheit, Weiterbildung, Schwarztorstrasse 48, 3007 Bern
(Kanton: BE)

Weitere Angaben

Der CAS-Studiengang kann in folgenden Studiengängen ein Wahlmodul sein:

  • DAS Spezialisierte Pflege
  • MAS Spezialisierte Pflege

Weitere Angaben und Anmeldung

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